Im Rahmen des Festjahres 2021 »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« lädt die Synagogengemeinde Konstanz herzlich zur Lesung mit Ronen Steinke via Live-Stream ein.

Montag, 25.10.2021
Synagogengemeinde Konstanz K.d.ö.R.

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt - durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt. Der jüdische Autor und Journalist Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft RabbinerInnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt dieses Buch.

Zum Autor: Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der IRG Baden statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Foto: Regina Schmeken

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Im Rahmen des Festjahres 2021 »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« lädt die Israelitische Kultusgemeinde Baden-Baden herzlich zur Lesung mit Ronen Steinke via Live-Stream ein.

Sonntag, 24.10.2021
Israelitische Kultusgemeinde Baden-Baden K.d.ö.R.

 

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute mehr als 25.000 mutige Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. Diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den »Gerechten unter den Völkern« ist bislang nur ein Araber: Mohammed Helmy. Er lebte in Berlin. Den ganzen Krieg über blieb er in der Stadt. Der Ägypter balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Nazis auszutricksen. So rettete er die Jüdin Anna Boros. Dieses Buch wirft ein Licht auf eine fast vergessene Welt, das alte arabische Berlin der Weimarer Zeit, das gebildet, fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere als judenfeindlich war. Einige Araber in Deutschland stellten sich in den Dienst des NS-Regimes. Aber eine nicht unbedeutende Gruppe – und von ihr handelt diese Geschichte – bildete einen Teil des deutschen Widerstands gegen den NS-Terror. Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses.

Zum Autor: Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«.

Die Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung der IRG Baden statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Foto Ronen Steinke: Regina Schmeken

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Sonntag, 17. Oktober 2021, Matinée 10:30 Uhr

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt - durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt. Der jüdische Autor und Journalist Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft RabbinerInnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt dieses Buch.

Zum Autor: Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festjahres 2021: »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Mit freundlicher Unterstützung der IRG Baden.

Veranstalter:

Israelitische Gemeinde Freiburg K.d.ö.R.

Datum der Veranstaltung: Sonntag, 17. Oktober 2021, Matinée 10:30 Uhr
Ort der Veranstaltung: Neue Synagoge, Engelstr. 1, 79098 Freiburg
www.jg-fr.de

Foto: Regina Schmeken

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Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Israelitische Gemeinde Freiburg

Sonntag, 17. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Synagogengemeinde Konstanz

In seiner großen Gesamtdarstellung des europäischen Antisemitismus von 1880 bis 1945 zeigt der bekannte Historiker Götz Aly, dass der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar ist. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatten Antisemitismus und Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen – angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Erstmals stellt Götz Aly hier den modernen Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dar. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt er, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome seit Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Völkermord zu bereiten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die nationalsozialistischen Besatzer schließlich sechs Millionen Juden, die meisten in Osteuropa, teils unter Mithilfe lokaler Polizei und Behörden. Mit seinem gesamteuropäischen Blick ermöglicht Götz Aly ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust.

Zum Autor: Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Zuletzt veröffentlichte er bei S. Fischer Verlage 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien bei S. Fischer Verlage seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festjahres 2021: »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Mit freundlicher Unterstützung der IRG Baden.

Veranstalter:

Israelitische Gemeinde Freiburg K.d.ö.R.

Datum der Veranstaltung: Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Neue Synagoge, Engelstr. 1, 79098 Freiburg
www.jg-fr.de

Synagogengemeinde Konstanz K.d.ö.R.

Datum der Veranstaltung: Sonntag, 17. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Sigismundstr. 8, 78462 Konstanz
Verbindliche Anmeldung unter: info@jsg-konstanz.de
www.jsg-konstanz.de

Foto: Andreas Labes

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Programm:

Sonntag, 10.Oktober 2021 / Einlass: 10:30 Uhr / Beginn: 11:00 Uhr
Für geladene Gäste und per Livestream
Eröffnungskonzert: Welcome Home, Sam!
In dem Konzert erklingt die wunderschöne Synagogalmusik des 1928 in Mannheim geborenen jüdisch-amerikanischen Komponisten Samuel Adler, seinem Vater und Freunden des Komponisten, vorgetragen von mehreren Solisten, Instrumentalisten und einem großen Chor.
Kooperation mit dem Samuel-Adler-Verein e. V. und der Stiftung 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland e. V.

Montag, 11. Oktober 2021 / Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 10 € / erm. 7 €
Vortag: Die Entstehung und Frühphase der Jüdischen Gemeinde Mannheim
Aschkenasische und sefardische Familien gründeten die jüdische Gemeinde Mannheim, die sich zur größten und bedeutendsten in Südwestdeutschland entwickelte.

Dienstag, 12. Oktober 2021 / Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 15 € / erm. 12 €
Konzert: Simone Hofmann und das Gesher Ensemble
Es erwartet Sie eine wunderschöne Melange aus klassischem Gesang, jüdischem Swing und Pop mit pianistischer Begleitung. Genießen Sie die musikalische Reise.

Mittwoch, 13. Oktober 2021 / Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 10 € / erm. 7 €
Vortag: Superhelden, Mäuse und Wunderrabbiner. Der Comic als Mittel jüdischer Erinnerung
Inwiefern der Comic als Ausdrucksmittel jüdischer Erinnerung zu bewerten ist, beleuchtet Manja Altenburg in diesem knackigen Vortrag mit populären Bildbeispielen.

Donnerstag, 14. Oktober 2021 / Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 15 € / erm. 12 €
Konzert: Trio Folkadu
Die Gruppe Folkadu zeichnet sich durch außergewöhnliche Instrumentalbesetzung aus und nimmt die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch die israelische Kultur.
Mit freundlicher Unterstützung des Zentralrat der Juden in Deutschland.

Freitag, 15. Oktober 2021 / Beginn: 15:00 Uhr / Dauer: ca. 75 Minuten
Eintritt: frei
Stadtführung: Gut Schabbes, Herr Nachbar!
Ein Rundgang durch die Innenstadt Mannheims mit Heidi Feickert zu Orten, die für das jüdische Leben wichtig waren und noch sind.
Anmeldung bis 07.10.2021 unter: gemeinde@jgm-net.de oder Tel. 0621-15 39 74

Samstag, 16. Oktober 2021 / Einlass: 19:30 Uhr / Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 15 € / erm. 12 €
Konzert: Die Damen und Herren Daffke
Die Daffkes öffnen Ihnen die Türen zu den Berliner Clubs der 1920er Jahre. Erleben Sie einen Abend so berauschend wie ein Glas Absinth und so wild wie der Tanz auf dem Vulkan! Ergreifend und elegant stellen die Daffkes die überdrehte Unterhaltungsmusik der 20er Jahre dem politischen Lied gegenüber. Dabei bleiben sie energisch auf der Suche nach dem differenzierten Bild der Zeit von den Goldenen Zwanzigern bis zu den Kriegsjahren. Mit den Chansons und Liedern von Heymann, Hollaender , Eisler und Weill erzählen sie Geschichten von Flucht, Vertreibung und Identitätssuche. Dabei verlieren sie nie den Blick für die Hoffnung, das Glück und die Menschlichkeit.
Ein Konzert mit freundlicher Unterstützung des Zentralrat der Juden in Deutschland.
Foto: Mirco Dalchow

Sonntag, 17. Oktober 2021 / Einlass: 10:30 Uhr / Beginn: 11:00 Uhr
Eintritt: 15 € / erm. 12 €
Literarisches Frühstück: Sich vor den Gespenstern entblößen
Der Briefwechsel zwischen Franz Kafka und Milena Jesenká. Lesen werden mit Maria Munkert und Matthias Breitenbach Ensemblemitglieder des Nationaltheaters Mannheim, musikalisch begleitet von Eginhard Teichmann am Cello und Amnon Seelig am Klavier.
Eine Kooperation der Jüdischen Gemeinde Mannheim mit dem Nationaltheater Mannheim.

Weitere Einzelheiten unter: www.juedische-kulturtage-mannheim.de

Jüdische Gemeinde Mannheim K.d.ö.R.

F3, Rabbiner-Grünewald-Platz, 68159 Mannheim
www.jgm-net.de