Purim - 13./14. Adar II 5782 (16./17. März 2022)

In unruhigen Zeiten, in denen wir uns heute befinden, schenkt Purim (Losfest) Funken der Hoffnung. Das Freudenfest erinnert an den großen Mut der jüdischen Königin Esther, die mit Hilfe ihres Onkels Mordechai das jüdische Volk im antiken Persien (5. Jahrh. v.d.Z.) vor der Vernichtung rettete und den Antisemiten Haman seiner Lügen und falscher Hetze überführte.
Der oberste Minister des damaligen persischen Weltreiches plante per Gesetz, an einem durch das Los (hebr. Pur) bestimmten Tag, dem 14. Adar, die gesamte jüdische Bevölkerung ermorden zu lassen und ihren Besitz zu plündern.
Königin Esther forderte die Juden zum gemeinsamen Beten und Fasten auf und handelte klug. Auf einem für ihren Ehemann König Achaschwerosch organisierten Fest gab sie ihre jüdische Identität preis und überführte Haman. Sie bat um Erlaubnis zum Widerstand ihres bedrohten Volkes, der angeordnete Genozid wurde verhindert.

Im Gedenken daran feiern wir das Purimfest - ausgelassen und voller Freude, mit bunten Verkleidungen und Umzügen. Bei der Lesung des Buches Esther erschallt Lärm aus den Synagogen, jede Erwähnung des bösen Haman wird mit Ratschen, Rasseln, Trillerpfeifen und mit Poltern lautstark übertönt. Der Tag vor Purim ist ein Fastentag.

Die Fastenzeiten für Baden am Taanit Esther (Fastentag Esther):

Fastenbeginn am 13. Adar II 5782 (16. März 2022) um 04:55 Uhr
Fastenende: Baden-Baden 19:05 Uhr, Emmendingen 19:07 Uhr,  Freiburg 19:07 Uhr, Heidelberg 19:05 Uhr, Karlsruhe 19:05 Uhr, Konstanz 19:01 Uhr, Lörrach 19:07 Uhr, Mannheim 19:05 Uhr, Pforzheim 19:04 Uhr, Rottweil/VS 19:04 Uhr.

Hamantaschen

Purim und Hamantaschen (auch „Hamans Ohren“) gehören einfach zusammen. Die dreieckigen mit Mohn, Marmeladen oder Schokolade gefüllten Kekse sind eine Anspielung auf den Bösewicht Haman und dürfen an Purim nicht fehlen. Es gibt sie aus süßem Hefeteig, aus Blätterteig oder aus Keksteig. Auch die Füllungen variieren je nach Geschmack. Klassisch traditionell sind Hamantaschen mit Mohn oder Pflaumenmus. Sie sind Hauptbestandteil der mit Süßigkeiten gefüllten Päckchen, den Mischloach Manoch, mit denen wir an Purim unseren Kindern, Freunden und Nachbarn eine Freude schenken.

Rezept:
Teig: 150 g weiche Butter oder Margarine mit 125 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel glattrühren. 1 Ei und 3 EL Milch oder Orangensaft dazugeben und schlagen, bis der Teig glatt und cremig ist. 250-300 g Mehl mit 1 TL Backpulver nach und nach unterkneten, eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 3-4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank legen.

Mohnfüllung: Im mittelgroßem Topf Milch, Zucker und Mohn für 15 Minuten kochen. Honig und Zitronenschale hinzufügen, weitere 5 Minuten kochen. Abkühlen lassen. / Marmeladenfüllung: Aprikosenmarmelade, Himbeermarmelade, Erdbeermarmelade, etc. / Pflaumenmusfüllung: 450g Pflaumenmus mit 200 gehackten Walnüssen vermengen. / Weitere mögliche Füllungen aus Halva, Datteln, Schokolade, Nüssen, etc.

Zubereitung Kekse: Gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit einem Glas ca. 9 cm große Kreise ausstechen. Etwa ½ TL Füllung in die Mitte jedes Kreises geben. Anschließend die Kreise zu einem Dreieck falten, Ränder einklemmen und mit Eigelb bestreichen.

Backen: Bei 175° C für ca 20 Minuten goldbraun backen.

Wir wünschen ein frohes und friedliches Purim-Fest. Chag Purim Sameach!

Der Vorstand der IRG Baden

Bildquelle: Julia Metkalova / Shutterstock.com

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Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Wie kein anderer Ort symbolisiert das größte deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager die Verbrechen der Nationalsozialisten. Über sechs Millionen Jüdinnen und Juden - die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Europas – wurden während der Schoa von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern auf entsetzliche Weise systematisch ermordet. Seit 1996 wird in Deutschland am Jahrestag der Befreiung mit einem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. 2005 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen Holocaust Remembrance Day erklärt. Im Gedenken all jener, die dem beispiellosen Völkermord zum Opfer fielen, finden vielerorts Veranstaltungen und Gedenkstunden statt. In vielen Formen des Gedenkens werden an diesem Tag sichtbare Zeichen gegen jede Form von Hass, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus gesetzt.

Gedenkstunden

Landtag von Baden-Württemberg
Online-Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Landtag von Baden-Württemberg lädt am Jahrestag der Befreiung nach Ravensburg ein. Im Jahr 1937 wurde hier ein kommunales Zwangslager zur Inhaftierung der örtlichen Sinti und Roma errichtet. Der Landtag erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft. Das Gedenken kann virtuell begleitet werden. Ab 11:30 Uhr erinnern verschiedene Beiträge an die Verfolgten des Nationalsozialismus. Der gesamte Gedenktag steht später auch in der Mediathek des Landtags zur Verfügung.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 11:30 Uhr, online
www.ltbw.de/gedenken

Deutscher Bundestag
Zentrale Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Deutsche Bundestag gedenkt am Donnerstag, 27. Januar in einer zentralen Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. In der Gedenkstunde werden in diesem Jahr die Schoa-Überlebende Inge Auerbacher aus New York und der israelische Parlamentspräsident Mickey Levy sprechen. Die 87-jährige Zeitzeugin, deren Familienwurzeln bis Emmendingen reichen, wurde 1934 in Kippenheim geboren und wuchs in Jebenhausen und Göppingen auf. 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung 1945 durch die Rote Armee kam die Familie zunächst in ein Flüchtlingslager für “Displaced Persons“ in Stuttgart. 1946 erfolgte die Emigration in die USA. Inge Auerbacher, die später als Chemikerin arbeitete, veröffentlichte 1986 ihre Kindheitserinnerungen, die 1990 unter dem Titel „Ich bin ein Stern“ in deutscher Übersetzung erschienen. Die zweite Gedenkrede spricht Mickey Levy, Präsident der israelischen Knesset.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 10:00 Uhr, Plenarsaal des Reichtagsgebäudes
Live-Übertragung im Parlamentsfernsehen und auf www.bundestag.de

Kampagnen

Kampagne #WeRemember

Seit 2017 ruft der Jüdische Weltkongress World Jewish Congress gemeinsam mit der UNESCO jedes Jahr zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, zu der weltweiten Gedenkkampagne #WeRemember auf. Bei der Kampagne handelt es sich um eine digitale Erinnerungsaktion in den sozialen Medien.
www.weremember.worldjewishcongress.org

Aktion #LichtZeigen
In Kooperation mit dem Freundeskreis Yad Vashem und dem Zentralrat der Juden in Deutschland veranstalten die "Kieler Nachrichten" das Erinnern an den Holocaust mit der Aktion #LichtZeigen. Mit dem ikonischen Foto eines Chanukka-Leuchters von Rahel Posner, das vor 91 Jahren in Kiel entstand, bekennt sich eine ganze Region symbolisch zum Licht und gegen das Dunkel von Ausgrenzung, Gewalt und Vergessen. Zum 27. Januar werden fast 70.000 Exemplare dieses Fotos als Abziehfolie über die Gesamt-Druckauflage der “Kieler Nachrichten“ und der “Segeberger Zeitung“ verteilt. Foto und Leuchter sind heute in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu sehen.
Als digitale Version verfügbar unter: https://www.yad-vashem.de/licht-zeigen

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Tu Bischwat - 15. Schwat 5782 (17. Januar 2022)

Wenn im Heiligen Land die ersten Knospen blühen, feiern wir Tu Bischwat (wörtlich 15. Schwat), das „Neujahrsfest der Bäume“. Der große Segen der Bäume zum Wohl der Menschen und die Würdigung der Schöpfung sind Mittelpunkt dieses Festes. Es ist Brauch an diesem Tag die “Sieben Arten von Früchten“, die die Tora für das Heilige Land verspricht, zu genießen: Weintrauben, Feigen, Datteln, Oliven, Granatäpfel, Weizen und Gerste. Eine weitere Tradition wird in Israel mit dem Pflanzen von Bäumen gepflegt, die im diesjährigen Schabbatjahr ausgesetzt wird. Tu Bischwat verstärkt und sensibilisiert uns für die Bedürfnisse der Natur. Und macht uns unserer Verantwortung des Auftrags zum Erhalt der Schöpfung noch deutlicher bewusst.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien guten Genuss und ein frohes Tu Bischwat-Fest!

Der Vorstand der IRG Baden

Bildquelle: Shutterstock.com

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Die IRG Baden dankt herzlich für das freundschaftliche und wertschätzende Miteinander, das wir auch in diesem Jahr bei vielen schönen Begegnungen mit Ihnen zusammen erleben durften. Mit Hoffnung auf Frieden, Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit möchten wir auf das kommende Jahr blicken und wünschen Ihnen und Ihrer Familie

Frohe Feiertage und die besten Wünsche für 2022.

Bitte bleiben Sie gesund. Wir freuen uns auf unsere nächsten Begegnungen!

Der Vorstand der IRG Baden

Bildquelle: LilKar / Shutterstock.com

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Chanukka Lichterfest 5782 (28. November – 06. Dezember 2021)

Von Herzen wünschen wir ein schönes, friedliches und frohes Chanukkafest 5782! Chag Chanukka Sameach!

Der Vorstand der IRG Baden

Bild: Doro Treut-Amar

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