Lag baOmer

Lag baOmer - 18. Ijar 5783 (08./09. Mai 2023)

Die sieben Wochen zwischen Pessach und Schawuot markieren die Omer-Zeit.

Sefirat haOmer - Das Zählen des Omer

Beginnend am 2. Tag Pessach, an dem der Erstling der neuen Gerste-Ernte im Tempel in Jerusalem als Opfer dargebracht wurde, wird jeder der 49 Tage gezählt. Das Zählen erinnert an den Prozess der Befreiung des jüdischen Volkes aus der Sklaverei hin zur autonomen Gemeinschaft mit eigener Gesetzgebung beim Erhalt der Tora am Sinai. Die Tora selbst schreibt die Zählung der sieben Wochen vor.

Lag baOmer - das fröhliche Fest

Aufgrund von Seuchen, die 24.000 Schülern von Rabbi Akiba das Leben kostete sowie weiterer tragischer Ereignisse, wurde der anfänglich festliche Charakter der Omer-Zeit zur Trauerzeit. Bis auf Lag baOmer. Am 33. Tag des Omer-Zählens (Lag steht für 33, zusammengesetzt aus hebräisch Lamed /30) und Gimel /3) ist die Trauer aufgehoben. An diesem Tag dürfen wieder Hochzeiten stattfinden und Familien und Freunde feiern ausgelassen und fröhlich bei Ausflügen, Picknicks und Lagerfeuern. Religiöse Juden pilgern am Todestag von Rabbi Schimon bar Jochaj zum Berg Meron bei Safed. Dreijährigen Söhnen wird an diesem Tag erstmalig die Haare geschnitten.

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Mazal Tov Israel

Jom haAtzmaut - 5. Ijar 5783 (26.April 2023)

Am 14. Mai 1948 dem 5. Ijar 5708 nach jüdischem Kalender, wurde der Staat Israel gegründet. Die IRG Baden gratuliert zum 75. Unabhängigkeitstag und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern des Landes eine Zukunft in Sicherheit und Frieden!

Foto: Boris Stroujko / Shutterstock.com

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Wir gedenken

Jom haZikaron - 4. Ijar 5783 (25. April 2023)

Wir gedenken den gefallenen israelischen Soldaten sowie all jenen, die ihr Leben für das Bestehen des Staates Israel lassen mussten oder Opfer von Terrorismus wurden. Ihnen ist Jom haZikaron gewidmet, der am 4. Ijar, dem Vortag des israelischen Unabhängigkeitstages Jom haAtzmaut begangen wird.

Bildquelle: New Africa / Shutterstock.com

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Jom haShoa - 27. Nissan 5783 (18. April 2023)

Wir gedenken der sechs Millionen jüdischen Opfer der Shoa und erinnern an den Heldenmut der jüdischen Frauen und Männer des Widerstandes. Kein Name wird vergessen!

Die zentralen Zeremonien des jüdisch-israelischen Gedenktages finden am 27. Nissan und am darauffolgenden Morgen in der Internationalen Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem statt. Das zentrale Thema 2023 lautet: „Jüdischer Widerstand während des Holocaust: 80 Jahre seit dem Aufstand im Warschauer Ghetto“. Bei der Eröffnungszeremonie werden Fackeln von sechs Holocaust-Überlebende zum Gedenken an die sechs Millionen ermordeten jüdischen Opfer der Shoa entzündet. Wenn am Gedenktag in ganz Israel um 10:00 Uhr örtlicher Zeit für zwei Minuten die Sirenen ertönen, steht das öffentliche Leben überall im Land buchstäblich still. Die Fahrzeuge halten, Passanten bleiben schweigend stehen. Öffentliche Einrichtungen bleiben am Jom haShoa geschlossen, die Fahnen wehen auf halbmast. In Polen gehen junge Israelis und Juden aus aller Welt beim „Marsch der Lebenden“ schweigend vom Konzentrationslager Auschwitz zum Vernichtungslager Birkenau und gedenken der Toten.

Live-Übertragung der Eröffnungszeremonie der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem/Jerusalem
Montag, 17. April 2023 / 19:00 Uhr (Israel 20:00 Uhr)
Mit deutscher Simultanübersetzung
https://www.yadvashem.org/de/remembrance/remembrance-day/broadcast.html

Weitere Informationen:
https://www.yadvashem.org/de/remembrance/remembrance-day.html

 

19. April 1943
80. Jahrestag - Der Aufstand im Warschauer Ghetto

Symbol des Heldenmutes des jüdischen Widerstandes

Vor dem deutschen Überfall auf Polen war Warschau das Zentrum des sozialen, kulturellen, politischen und religiösen jüdischen Lebens in Polen. Das von den Deutschen im Oktober 1940 errichtete Ghetto in der polnischen Hauptstadt sollte das größte aller jüdischen Ghettos im von den Nazis besetzten Europa werden. Zeitweise waren in dem von Warschau abgeriegelten und von einer Mauer umgebenen Bezirk auf einer Fläche von nur drei Quadratkilometern bis zu 470.000 Menschen eingepfercht. Verzweifelt und ausgehungert waren diese Menschen ständig vom Tod bedroht, viele starben qualvoll unter den unerträglichen Lebensbedingungen, unzählige Kinder verhungerten auf den Straßen. Am 22. Juli 1942, dem Vorabend von Tisch beAw, begannen große Massendeportationen aus dem Warschauer Ghetto. In den Wochen bis zum 21. September 1942 verschleppten die Nationalsozialisten etwa 280.000 Menschen in das Vernichtungslager Treblinka, um sie dort zu ermorden. Nach den Deportationen verblieben im Ghetto rund 55.000 – 60.000 Menschen. Den Verbliebenen war bewusst, dass ihr Schicksal ähnlich sein würde.

So begannen die jungen Menschen, von denen viele ihre Familien verloren hatten, einen bewaffneten Widerstand im Untergrund zu organisieren. Verschiedene Jugendbewegungen schlossen sich zur „Jüdischen Kampforganisation“ (ZOB) unter der Führung von Mordechai Anielewicz (23 Jahre alt) zusammen. Die Jugendbewegung „Beitar“ gründete eine eigene Kampforganisation (ZZW). Unter enorm großem Risiko für die Beteiligten konnten über Wochen und Monaten vereinzelt Schusswaffen und Munition von außerhalb auf unterschiedlichen Wegen in das Ghetto geschmuggelt werden. Als am 18. Januar 1943 erneut Deportationen begannen, griff die Untergrundorganisation die SS-Bewacher an. Die von der Gegenwehr überraschten Deutschen unterbrachen nach vier Tagen vorläufig die Deportationen.

Für den 19. April 1943, dem Vorabend des Pessachfestes (14. Nissan 5703), wurde die endgültige Liquidierung des Warschauer Ghettos angeordnet. Eine Gruppe von etwa 750 schlecht bewaffneter junger jüdischer Frauen und Männer stellte sich den waffen- und zahlenmäßig weit überlegenen deutschen Polizei-, SS- und Wehrmachtseinheiten entgegen und wehrte die Versuche der Deutschen, ins Ghetto-Innere vorzudringen, ab. Nach vier Tagen erbitterter Straßenkämpfe waren die meisten Widerstandskämpfer tot oder verletzt. Die überlebenden Kämpfer und die Ghettobevölkerung waren gezwungen, sich in die Häuserkeller und unterirdische Bunker zurückzuziehen. Am fünften Tag des Aufstandes begannen die Deutschen Haus um Haus des Ghettos systematisch niederzubrennen und die Bunker zu sprengen. Das Ghetto verwandelte sich für die Versteckten zu einer Feuerfalle. Jüdische Bewohner, die vor dem Feuer durch die Kanalisation zu fliehen versuchten oder entdeckt wurden, wurden umgehend getötet oder deportiert. Für beinahe einen Monat leisteten die noch überlebenden Juden des Ghettos heldenhaft Widerstand. Die umzingelte ZOB-Einheit unter Mordechai Anielewicz fand am 8. Mai 1943 im Bunker in der Mila-Straße den Tod. Am 16. Mai 1943 verkündete der deutsche Befehlshaber der Widerstand sei niedergeschlagen und sprengte eigenhändig die große Synagoge Warschaus. Das Ghetto wurde vollständig zerstört. Während des rund vier Wochen dauernden Aufstandes wurden von den SS- und Polizeieinheiten etwa 13.000 Menschen ermordet, fast 7.000 Menschen nach Treblinka deportiert sowie etwa 36.000 Menschen nach Majdanek oder in andere Vernichtungslager verschleppt. Einige überlebende Widerstandskämpfer konnten durch die Kanalisation fliehen und schlossen sich weiteren Widerstandsgruppen an. Nur wenigen untergetauchten Verfolgten gelang es, sich in den Überresten des völlig zerstörten Warschauer Ghettos zu verstecken. Der Aufstand im Warschauer Ghetto wurde gerade wegen seiner Aussichtslosigkeit zum Symbol des heldenhaften Mutes des jüdischen Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den barbarischen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas.

Das Andenken daran ist Mahnung zugleich, rechtzeitig und entschlossen jeder Form von Antisemitismus und Judenfeindlichkeit entgegenzutreten und nicht zu schweigen!

Bildquelle: Fotograf unbekannt / Public Domain

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Pessach - 15.-22. Nissan 5783 (05.-13. April 2023)

In diesen Tagen feiern wir mit Jüdinnen und Juden in der ganzen Welt das Pessachfest, das uns an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Möge das Fest auch ein Sinnbild sein für die Befreiung von kriegerischen Konflikten und Rettung in die Freiheit. Von ganzem Herzen wünschen wir den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinden in Baden und allen Freunden ein frohes, friedliches und koscheres Pessach-Fest.

CHAG PESSACH KASCHER VE SAMEACH!

Der Vorstand der IRG Baden

Rabbiner Moshe Flomenmann,
Landesrabbiner von Baden

Vorbereitung Pessach:

14. Nissan 5783

Di-Abend 04.04.2023 / 20:00 Uhr - Bedikat Chametz
Mi-Morgen 05.04.2023 / 11:00 Uhr - Ende Chametz Essen
Mi-Morgen 05.04.2023 / 12:00 Uhr - Chametz Verbrennen

Eingangszeiten der Pessach-Feiertage 15.-22. Nissan 5783:

15. Nissan 5783

Seder Erew Pessach (Mi-Abend 05.04.2023 / 1.Tag Do-Tag 06.04.2023)
KA/BD-BD 19:45, MA/HD 19:44, RW 19:43, LÖ 19:46, FR 19:46, PF 19:44, EM 19:46, KN 19:40

16. Nissan 5783 - 1. Omer

2. Tag Pessach (Do-Abend 06.04.2023 / Fr-Tag 07.04.2023)
KA/BD-BD 20:53, MA/HD 20:53, RW 20:50, LÖ 20:53, FR 20:53, PF 20:52, EM 20:53, KN 20:47

17. Nissan 5783 - 2. Omer

3. Tag Pessach (Erew Schabbat 07.04.2023 / Schabbat 08.04.2023)
KA/BD-BD 19:48, MA/HD 19:47, RW 19:46, LÖ 19:49, FR 19:49, PF 19:47, EM 19:49, KN 19:43

21. Nissan 5783 - 6. Omer

7. Tag Pessach (Di-Abend 11.04.2023 / Mi-Tag 12.04.2023)
KA/BD-BD 19:54, MA/HD 19:53, RW 19:52, LÖ 19:55, FR 19:55, PF 19:52, EM 19:55, KN 19:49

22. Nissan 5783 - 7. Omer

8. Tag Pessach (Mi-Abend 12.04.2023)
KA/BD-BD 21:03, MA/HD 21:03, RW 21:00, LÖ 21:02, FR 21:03, PF 21:01, EM 21:03, KN 20:56

(Do-Morgen 13.04.2023) - Jiskor

Pessach-Ende 5783 (Do-Abend 13.04.2023)
KA/BD-BD 21:05, MA/HD 21:05, RW 21:01, LÖ 21:04, FR 21:04, PF 21:03, EM 21:04, KN 20:58

 

Ein Pessach-Rezept zum Nachbacken:

Bitte beachten Sie: Alle Lebensmittel sowie das Geschirr müssen unbedingt koscher für Pessach sein! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Ortsrabbiner.

Orientalischer Orangen-Mandel-Kuchen für Pessach

Zutaten

  • 8 Eier
  • 400 g Zucker
  • 400 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL geriebene Bio-Orangenschale

Zubereitung

  • 8 Eier lange und kräftig schlagen, 400 g Zucker hineingeben und verrühren, 400 g gemahlene Mandeln sowie 2 EL geriebene Orangenschalen dazugeben.
  • Den Teig in eine Springform füllen und bei mittlerer Hitze ca. 45 Min. backen.
  • Herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.

Sirup

  • 250 ml Orangensaft mit 100 g Zucker aufkochen und 10 Minuten simmern lassen.
  • Kleine Löcher in den Kuchen stechen.
  • ½ des Sirups heiß über den Kuchen verteilen.
  • Mandelblättchen und Orangenschalen darauf streuen.
  • Den restlichen Sirup zum Kuchen servieren.

Guten Appetit!

Bildquelle: Doro Treut-Amar

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