"Dein Wort ist eine Leuchte meinen Füssen und ein Licht auf meinem Weg." (Psalm 119.105)
Unter diesem Motto fand am 20. Dezember 2025, dem 1. Tewet 5786, zum zweiten Mal ein Gemeinsamer Festakt statt, zu dem die IRG Baden und die christlichen Kirchen in Baden und Württemberg in das CongressCentrum Pforzheim (CCP) geladen hatten. Im Rahmen von Chanukka 5786 und Advent 2025 setzten die Veranstalter, unter ihnen auch die IRG Württembergs und die Stadt Pforzheim, ein sichtbares Zeichen für Frieden und Verständigung. Zahlreiche Ehrengäste aus Religion und Politik nahmen daran teil.
Kurzweilig führte Moderatorin Sharon Suliman vor über 250 Gäste aus ganz Baden-Württemberg durch ein vielfältiges Programm. Im Fokus des Festaktes stand die Verbundenheit zwischen den Religionen. Am vorletzten Abend des Chanukkafestes 5786 entzündeten die Ehrengäste sieben Lichter des Chanukkaleuchters als Zeichen des Friedens und der Hoffnung und sprachen Grußworte, unter ihnen Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Landesrabbiner Moshe Flomenmann, Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart (Ev. Kirche Baden) und Erzbischof Stephan Burger (Erzdiözese Freiburg), Hon-Prof. Barbara Traub (IRG Württembergs), Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (Ev. Landeskirche Württemberg) und Bischof Dr. Klaus Krämer (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Ahmet Kurt (Êzîdisches Zentrum BW-Pforzheim) und Amir Al Kheder (Sêxh, Êzîdische Gemeinschaft) Oberbürgermeister Peter Boch (Pforzheim) und Dr. Hans-Ulrich Rülke (MdL, FDP-Landesvorsitzender ) sowie Gunter Krichbaum (MdB, Staatsminister für Europa)) und Rami Suliman (Vorsitzender, IRG Baden und Jüdische Gemeinde Pforzheim). In seiner Ansprache wies Rami Suliman auf die Gefahr von Schubladendenken hin, dem entgegenzuwirken kämen beim Festakt die Vertreter der verschiedenen Religionen zum vertiefenden und versöhnlichen Verständnis zusammen. Er hoffe, dass dieses gelungene Beispiel aus Baden-Württemberg ein Licht in die Welt trage, das zur Nachahmung einlade.

In gemeinsamer Runde: v.l. Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart (EKIBA), Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Vorsitzender Rami Suliman (IRG Baden/JGPF), Erzbischof Stephan Burger (Erzdiözese Freiburg) und Bischof Dr. Klaus Krämer (Diözese Rottenburg-Stuttgart)
Wie verbunden die religiösen Gemeinschaften zusammen arbeiten verdeutlichten im ersten Podiumsgespräch Dekanin Christiane Quincke (Ev. Kirche Pforzheim), Tobias Gfell (Leit. Referent, Kath. Kirche Pforzheim), Pfarrer Jochen Maurer (Landeskirchl. Beauftragter für das christlich-jüdische Gespräch), Dr. Dr. Fabian Freiseis (Leitung Referat Ökumene, Erzd. Freiburg) und Rami Suliman, die sich über die aktuellen gegenseitigen Beziehungen und gesellschaftlichen Herausforderungen austauschten. Im Mittelpunkt des zweiten Podiumsgesprächs mit Dr. Michael Blume (Religionswissenschaftler, Beauftragter gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben BW) und Mitgliedern der Êzîdischen Gemeinde BW/Pforzheim stand die Verbundenheit mit den in Pforzheim lebenden Jesidinnen und Jesiden. Die Feier wurde virtuos untermalt von Maya Joffe (Violine) und Pavel Khlopovsky (Gitarre) und klang aus bei Musik und Tanz mit frohem Beisammensein und herzlichen Begegnungen.
Bild oben links: Landtagspräsidentin Muhterem Aras entzündet den Schamasch (Diener) der Chanukkia mit Rami Suliman
