Landesrabbiner Moshe Flomenmann grüßt alle Gemeindemitglieder der jüdischen Gemeinden in Baden zum Purimfest 5782: „Esthers und Mordechais Antwort auf die Vernichtungspläne Hamans war die Vereinigung aller Juden Persiens. Und diese Vereinigung wirkte ein Wunder. So ist es auch heute – unsere beste Antwort werden unsere Taten mit dem Ziel der Einigung und Liebe zu unseren Nächsten sein!“

Grußwort von Landesrabbiner Flomenmann zum Purimfest 5782 - DE

Grußwort von Landesrabbiner Flomenmann zum Purimfest 5782 - RU

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Vorstandswahl 2022

Dachorganisation der jüdischen Gemeinden in Baden: Vorstandswahlen - Vorsitzender Rami Suliman im Amt bestätigt

Der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG Baden) hat in seiner Sitzung am 13.03.2022 turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Dabei wurden alle Vorstandsmitglieder, die erneut kandidierten, für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach, Hanna Scheinker, schied nach neunjähriger Zugehörigkeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Der Vorsitzende und das gesamte Gremium dankten Hanna Scheinker sehr herzlich für ihren großen Einsatz. Für sie wurde Rita Althausen, die Vorsitzende der JG Mannheim in den Vorstand gewählt.

Als Vorsitzender amtiert weiterhin Rami Suliman von der Jüdischen Gemeinde Pforzheim. Erneut zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden Tatjana Malafy von der Israelitischen Kultusgemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen und Bianca Nissim von der Jüdischen Gemeinde Pforzheim. Rita Althausen von der Jüdischen Gemeinde Mannheim und Robert Fritsch von der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg komplettieren den Vorstand.

Als Delegierte im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland wurden Rami Suliman und Bianca Nissim wiedergewählt.

Pressemitteilung OR-Wahlen 2022

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Der Landesrabbiner von Baden, Moshe Flomenmann grüßt die Christinnen und Christen der Kirchen in Baden-Württemberg zu den bevorstehenden Feiertagen mit einer digitalen Grußbotschaft:

https://youtu.be/4LCzrNgIcHs

Er sagt:

„Liebe Freunde der evangelischen und katholischen Kirchen im Land Baden-Württemberg,

eigentlich war eine gemeinsame Veranstaltung am 5. Dezember in Pforzheim geplant, bei der wir gemeinsam die Lichter entzünden wollten, doch leider wurde pandemiebedingt diese Veranstaltung kurzfristig auf das kommende Jahr 2022 verschoben. Daraufhin erhielten wir von Ihnen, den vier Bischöfen in Baden-Württemberg, ein sehr ermutigendes Grußwort, eine Videobotschaft, über die wir uns sehr gefreut haben! Auch wir als jüdische Gemeinschaft möchten zurückgrüßen und möchten die Möglichkeit nutzen, Ihnen digital zu ihren bevorstehenden Feiertagen ganz herzlich zu gratulieren.

Geplant war, dass wir gemeinsam die Kerzen von Chanukka entzünden werden. Wir leben heute in einer Zeit, in der viel Dunkelheit herrscht und nur eine kleine Lichtquelle kann diese Dunkelheit bekämpfen. Indem wir zusammen die Chanukkakerzen entzünden, ist somit nicht alles getan, sondern:

Wir müssen zusammen einstehen für unsere gemeinsamen Werte: für Menschlichkeit, für Toleranz und für Frieden zwischen den Religionen. Damit wir gemeinsam agieren können und wir gemeinsam die Lichtquelle in diese dunkle Zeit bringen!

Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Zeit, schöne Feiertage und lassen Sie uns im kommenden nächsten Jahr 2022 wieder gemeinsam viele schöne Aktivitäten veranstalten, wo wir ebenfalls die Lichter in der dunklen Zeit anzünden können, wo wir mehr Menschlichkeit verbreiten können, wo wir mehr Positivität in die Welt setzen können. Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsamen Begegnungen und auf unsere gemeinsamen Veranstaltungen, die wir als Israelitische Religionsgemeinschaft Baden und Sie, als Kirchen Baden-Württembergs zusammen veranstalten können. Bleiben Sie alle gesund, ich freue mich sehr auf das kommende Jahr.

Und ich freue mich auf viele gemeinsame Aktivitäten, bei denen wir noch mehr Licht zusammen miteinander in die Welt setzen können.

Vielen Dank!“

Moshe Flomenmann,
Landesrabbiner von Baden

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Unter dem Motto "Mache dich auf und werde Licht" (Jes. 60.1.) sollte am Sonntag, den 5. Dezember 2021 in Pforzheim ein Gemeinsamer Festakt stattfinden, zu dem die IRG Baden im Namen der Kirchen und der Stadt Pforzheim geladen hatte. Die Kirchen in Baden-Württemberg und die Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden-Württembergs wollten im Festjahr 2021 “1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ein sichtbares Zeichen des Füreinandereintretens setzen und in gemeinsamer Verbundenheit zusammen die Lichter zum diesjährigen 2. Advent und zum 8. Tag Chanukka entzünden. Leider musste der Gemeinsame Festakt pandemiebedingt in letzter Minute verschoben werden. Per Videobotschaft grüßen nun zum Schlusstag des Chanukkafestes 5782 die evangelischen und katholischen Bischöfe in Baden-Württemberg im Namen aller Christinnen und Christen der Kirchen. In ihrem Grußwort rufen die Bischöfe Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe), Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), Stephan Burger (Freiburg) und Dr. h. c. Frank Otfried July (Stuttgart) dazu auf, in der Hoffnung auf das Licht G`ttes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe zu setzen. Sie würdigen die 1700-jährige jüdische Geschichte in Deutschland und bekennen sich zu der bleibenden Aufgabe, gegen Diskriminierung und Antisemitismus einzutreten.

Ein Gemeinsamer Festakt wird nun im Reuchlin-Jubiläumsjahr am Sonntag, 18. Dezember 2022, dem 4. Advent und 1. Tag Chanukka 5783 stattfinden.

Zum Gruß der vier Bischöfe unter: https://www.youtube.com/watch?v=xtcWyqJgNgg

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Die Aufzeichnung der Amtseinführung der Polizeirabbiner kann gesehen werden unter: https://youtu.be/6lFLHKkdZ8Q

„Von dem berühmten Rabbiner Israel Zalanter stammt der Satz: Es ist die Pflicht jedes Menschen, 40 Zentimeter zu laufen. 40 Zentimeter? Warum nur 40 Zentimeter? 40 Zentimeter ist der Abstand zwischen Kopf und Herz, zwischen Verstand und Gefühl. Es ist nicht nur wichtig zu wissen, die Fakten aufzunehmen, es ist auch wichtig das Gefühl dafür zu kennen, Sensibilität zu entwickeln“ so beschreibt Polizeirabbiner Moshe Flomenmann seinen Ansatz bei der Vermittlung der Inhalte jüdischen Glaubens und jüdischen Lebens für Polizistinnen und Polizisten.

Durch Vereinbarung der Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württembergs mit dem Land Baden-Württemberg wurden zum 1. Januar 2021 die Stellen von Polizeirabbiner geschaffen. Die beiden ersten Polizeirabbiner sind Landesrabbiner Moshe Flomenmann in Baden und Rabbiner Shneur Trebnik in Württemberg. Baden-Württemberg - und damit Deutschland - ist erst der dritte Staat der Erde, der Polizeirabbiner beschäftigt. Die beiden anderen Länder sind Israel und die USA. Mit einem Festakt wurde die offizielle Amtseinführung der beiden Polizeirabbiner nun am 23.08.2021 durch Landesinnenminister Thomas Strobl im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung, Religionsgemeinschaften und der Hochschule für Polizei nachgeholt. Symbolisch überreichte der stellvertretende Ministerpräsident den Rabbinern Polizeimützen.

Landesrabbiner Moshe Flomenmann zeigte sich nach den ersten Erfahrungen im Kontakt mit Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern erfreut, auf welch großes Interesse er stieß und wie viele tiefgründige Fragen ihm gestellt wurden. „Oft hat die vorgesehene Zeit für die Unterrichtseinheiten nicht ausgereicht, um alle aufgekommenen Fragen zu besprechen - wir haben dann die Zeit einfach überzogen.“ Der Vorsitzende der IRG Baden Rami Suliman bestätigte: „Nach allem was ich gehört habe, kommen beide Rabbiner sehr gut an bei den Polizistinnen und Polizisten. Ihre Berufung setzt ein deutlich sichtbares Zeichen dafür, dass wir Juden im Kampf gegen Antisemitismus nicht alleinstehen. Ein weiteres deutliches Zeichen ist, dass die Polizei alles tut, antisemitische oder nazistische Vorfälle in den eigenen Reihen schnell und kompromisslos aufzuklären.“ Innenminister Strobl dankte für das vertrauensvolle Zusammenwirken und zeigte sich zuversichtlich, dass die zunächst auf zwei Jahre begrenzte Vereinbarung ihre Fortführung findet.

Bild Steffen Schmid: Symbolisch überreichte Innenminister Thomas Strobl eine Schirmmütze an Polizeirabbiner Moshe Flomenmann.

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